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Wer sind die abgebildeten Frauen?

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Porträts

  Siehe auch "bodenständig und grenzenlos"
       
 
Hanna Brack 1873-1955
  Hanna Brack   Bis anfangs des 20. Jahrhunderts konnten Mädchen weiterführende Bildung nur an der Sekundarschule erhalten. Die aus Zofingen stammende Hanna Brack und Bürgerin von Oberneunforn durfte ab 1903 als erste Lehrerin im Thurgau an der Mädchen-sekundarschule Frauenfeld unterrichten, was sie mit grossem Engagement tat. Sie setzte sich zudem gezielt für eine Berufsausbildung der Schulabgängerinnen ein, indem sie unter anderem als Mitinitiantin ab 1922 die weibliche Berufsberatung präsidierte.

 

Maria Dutli-Rutishauser 1903-1995
  Maria Dutli-Rutishauser   Als Autodidaktin entwickelte sie von Steckborn aus eine fruchtbare Tätigkeit als Erzählerin. Nach ihrem Debüt mit »Der schwarze Tod« (1930) gehörte sie im Zeichen der geistigen Landesverteidigung zu den Vertretern einer schweizerischen Heimatdichtung. Nach 1945 widmete sie sich in ihrem Werk (Novellen und Kurzgeschichten), zu dem auch Hörspiele gehörten, auch andern Themen. Sie war bis ins hohe Alter publizistisch tätig, ihre Stellungnahmen in Illustrierten basierten immer auf einem traditionellen christlichen Weltbild.
 

Margrit Schatzmann-Fehr 1888-1961
  Margrit Fehr   Als Tochter aus gutem Hause besuchte die Enkelin von Lisette Kern nicht nur die Sekundarschule in Frauenfeld, sondern durfte sich in Zürich zu einer der ersten Kinderfürsorgerinnen ausbilden lassen. 1911 arbeitete sie für vier Monate in einem Elendsviertel von London (Settlements-Bewegung), diese Erfahrungen hat sie in einem Tagebuch festgehalten. Früh verwitwet hat sie sich neben der Erziehung von drei Kindern immer auch gemeinnützig betätigt.
 

Martha Gubler-Waigand 1902-2005
  Martha Gubler-Waigand   Aufgewachsen in Freiburg im Breisgau, arbeitete die ausgebildete Fotografin in den 1920er Jahren an diversen Stellen in der Schweiz. 1930 eröffnete sie ein eigenes Fotoatelier in Weinfelden. Ihr Name stand bald einmal für ausgezeichnete Fotografien, vor allem ihre Kinderbilder und Porträts waren bekannt. Mit dem Einkommen aus ihrem eigenen Atelier konnte sie die sechsköpfige Familie ernähren; ihr Gemahl, Conrad Gubler, war Kunstmaler. Sie war eine begeisterte Berufsfrau in einer Branche, die eher den Männern vorbehalten war. Der Preis für ihren beruflichen Erfolg war, dass ihre vier Kinder zur Haushälterin fast das engere Verhältnis hatten als zu ihr.
 

Irma Lucia Gabriela Edda von Huenefeld 1877-1965
  Edda von Huenefeld   Die Tochter eines preussischen Adligen wurde in Zürcher Priavatschulen erzogen. Mit 18 Jahren schlüpfte sie in Männerkleider und durchfuhr als "Schiffsjunge" etliche Male den Suezkanal und gelangte bis nach Indien und Australien. Nach ihren "Seemannsjahren" bildete sie sich an der Kunstakademie in Dresden zur Portraitmalerin aus. Ab 1933 wohnte Frau Huenefeld im Bohlenständerhaus in Schrofen bei Amriswil in ärmlichen Verhältnissen. Geschichten und Gerüchte rankten sich um die auffällige Erscheinung; ihr wurden heilende und hellseherische Kräfte nachgesagt.

 

Martha Haffter 1873-1951
  Martha Haffter mit Kinderwagen und Malutensilien   Die Tochter eines Regierungsrates wuchs in Frauenfeld auf, absolvierte erst mit 30 Jahren eine erste Ausbildung zur Malerin in Paris. Ihr Leben lang inspirierte sie sich immer wieder in der Metropole und lebte im Elternhaus in Frauenfeld. Ihre Begabung wurde nur insofern geschätzt, als sie unermüdlich und mit grosser Hingabe Kinder von Frauenfeld porträtierte sowie die Umgebung der Hauptstadt des Thurgaus in unverkennbarem Stil wiedergab. Ein Teil ihres privaten und künstlerischen Nachlasses wird im ThurgauerFrauenArchiv aufbewahrt. - Klicken Sie auf das nebenstehende Foto, um es zu vergrössern.
 

Maria Martha Keller 1894-1980
  Martha Keller   Martha Keller, Tochter eines Schneidermeisters in Alterswilen, trat nach der Schulzeit diverse Haushaltsstellen im Welschland an. Erst mit 24 Jahren erlangte sie auf dem 2. Bildungsweg den Beruf der Handarbeitslehrerin, welchen sie bis zur Pensionierung ausübte. Sie blieb zeitlebens ledig und war von 1920 bis 1956 an der Primarschule Weinfelden tätig. Ihre ausserberuflichen Tätigkeiten waren sehr vielseitig: Sie war tätig im Schweizerischen Bund abstinenter Frauen, in der Kriegsfürsorge, im Schweizerischen Alpenclub und der reformierten Kirchgemeinde.

 

Dora Labhart-Roeder 1897-1992
  Dora Labhart   Mit einem Entscheid des Thurgauer Obergerichts wurde ein Paragraf des thurgauischen Anwaltsgesetzes ausser Kraft gesetzt, so dass die Zürcherin Dr. iur. Dora Roeder die Erlaubnis erhielt, im Thurgau als erste Anwältin eine eigene Advokatur zu gründen. Nach ihrer Heirat führte sie zusammen mit ihrem Ehemann in Romanshorn ein Advokaturbüro und war später ausserordentliche Jugendanwältin. Obwohl sie immer wieder Frauen zum Hochschulstudium motivierte, kann man sie keine eigentliche Frauenrechtskämpferin nennen. 1938 Gründerin und erste Präsidentin des Thurgauischen Gemeinnützigen Frauenvereins.

 

Olga Mötteli 1886–1944
  Olga Mötteli   Die Tochter eines Bankkaufmanns wurde früh Vollwaise. Aufgrund gesundheitlicher Probleme begann sie bald mit autodidaktischen Beschäftigungen. Sie gehörte zu den eigenständigen Frauen aus dem letzten Jahrhundert, die auf eine eigene Familie verzichteten und sich ganz für gesellschaftliche Anliegen einsetzten. Sie arbeitete «Die Flora des Kantons Thurgau» auf, schrieb Gedichte und Theaterstücke für die Frauenfelder Jugend. Ihre Sammlung an Moosen und botanischen Zeichnungen sind so wertvoll, dass sie im Naturmuseum aufbewahrt werden.

 

Frieda Rüdin-Meili 1901-1987
  Freieda Rüdin   Frieda Rüdin, Tochter des Bauernsekretärs und Nationalrats Jakob Meili aus Pfyn, besuchte die Soziale Frauenschule in Zürich und arbeitete als Schreibkraft auf dem Bauernsekretariat. Sie gab den Anstoss für eine Organisation der Landfrauen im Thurgau, deren Bedürfnis nach Kontakt und Weiterbildung Frieda Rüdin-Meili erkannt hatte. Der erste Thurgauer Bäuerinnentag fand 1929 in Weinfelden statt. Frieda Rüdin-Meili war ab der Gründung der Frauenkommission des Thurgauischen Landwirtschaftlichen Kantonalverbandes im Jahre 1934 Präsidentin bis 1964, bewirtschaftete mit ihrem Mann einen Hof in Pfyn und hatte drei Kinder.
 

Isa Stähelin 1890-1979
  Isa Staehelin   Isa Staehelin erkannte den Bedarf an ausserfamiliärer Kinderbetreuung und fand Beruf und Berufung als "Ersatzmutter" oder "Mutter vieler Kinder", wie sie sich selbst nannte. 1919 kaufte sie ein Haus in Amriswil und richtete darin das Kinderheim "Heimetli" ein.
1921 gründete Isa zusammen mit ihrer Freundin Anna Schmid im benachbarten Haus "Holdergarten" ein Heim für behinderte Töchter, aus dem heute die florierende "Bildungsstätte Sommeri" für Behinderte hervorgegangen ist. 1928 bis 1960 leitete Isa den Bund Thurgauischer Frauenvereine, in den Kriegsjahren war sie Vorstandsmitglied der "Aktion Nationaler Widerstand".
       
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