Hürdenläuferinnen

Erfolgreiche Hürdenläuferinnen

Sechste Veranstaltungsreihe im Winter 2010/11, organisiert vom ThurgauerFrauenArchiv zusammen mit dem Thurgauischen Katholischen Frauenbund TKF.

Marianne Sax Marianne Sax, Frauenfeld

Buchhändlerin, Präsidentin Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verband

Buchhandel und Buchpolitik
Ihre Liebe galt schon immer dem Verkauf und den Büchern. Den Beruf der Buchhändlerin lernen zu können, war deshalb ein Geschenk. Mit 25 Jahren wagte Marianne Sax den Sprung in die Selbständigkeit und führt heute eine Buchhandlung mit drei Mitarbeiterinnen und zwei Lehrtöchtern. Neben dem Verkauf interessierte sich Sax immer für Politik. Die Gelegenheit, im Vorstand des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbandes mitzumachen, ergriff sie vor vier Jahren sofort beim Schopf und als Verbandspräsidentin kann sie sich heute aktiv in die Schweizer Kultur- und Buchpolitik einmischen.

Jolanda Ammann
Foto:
Susann Basler

Jolanda Ammann, Ermatingen

Mitinhaberin Ammann Waagen AG

Von der Mode zur Technik
Jolanda Ammann-Ruosch verbrachte ihre bewegte Kindheit an der Goldküste.Als dipl. Détailverkäuferin in einer Küsnachter Herrenmode Boutique, bewältigte sie ihre erste Hürde. Daraufhin lernte sie ihren jetzigen Mann Bruno Ammann kennen, wechselte in den Thurgau und stand bereits vor der zweiten großen Lebenshürde. Fitness und Tae Boe geben ihr die nötige Energie und Ausgeglichenheit, um die verantwortungsvollen Aufgaben zu meistern. Heute leitet sie erfolgreich Sekretariat und Buchhaltung der traditionellen Schweizer Waagenfabrik: Ammann Waagen AG.

Marlise Marazzi Marlise Marazzi-Egloff, Kreuzlingen

Mitinhaberin Marazzi Natursteine AG

Vom Stoff-Traum zur Stein-Realität
Als gelernte Damenschneiderin träumte sie von einer Karriere als Modezeichnerin: In Paris bei Dior oder einer anderen Designerin. Doch ihr Zeichentalent reichte nicht für den Traumberuf. Mit 23 Jahren heiratete sie. Als ihre drei Kinder im Schulalter waren, stieg sie in das eigene Natursteingeschäft ein. Dieses führt sie heute zusammen mit ihrem Mann: Aus dem Traum mit Stoff wurde Realität mit Stein. Ihren Traum lebt sie jetzt als Hobby aus und engagiert sich unter anderem als Vizepräsidentin beim Gewerbeverband Kreuzlingen.

Fünfte Veranstaltungsreihe im Winter 2009/10, organisiert vom ThurgauerFrauenArchiv

Die Kreativität einer Frau ist das Kostbarste, was sie hat, denn sie ist wie Nahrung, die einerseits ausgegeben und an andere verteilt wird, aber zugleich auch sie selbst innerlich nährt und bereichert: psychisch, spirituell, gedanklich, gefühlsmässig und auch ökonomisch.
Clarissa Pinkola Estés

Agathe Hasler Agathe Hasler, Braunau

Bäuerin, Malerin, Bildhauerin

Zwischen Bauernhof und Kunst
Von klein auf will sie Bäuerin werden – die Kunstmalerstochter vom Zürichsee. Sie heiratet einen Landwirt und zieht mit ihm in den Thurgau nach Braunau. Sie ist Bäuerin mit Leib und Seele. Dann, mit 40 Jahren, erwacht in ihr der unbändige Drang zu malen. Mit den vom Vater geerbten Utensilien macht sie sich ans Werk. Nur – die Zeit für die neue Leidenschaft muss der Arbeit in Haus und Hof abgerungen werden. Es entstehen Zeichnungen und Bilder in Aquarell und Oel und 15 Jahre später die ersten Skulpturen aus Stein. Fasziniert vom dreidimensionalen Gestalten sucht sie Steine an Bergbächen und Flüssen, trägt sie im Rucksack zu Tal und erweckt sie zum Leben.

Luzia Rink
Luzia Rink, Zürich

Gestalterin, Illustratorin

Traumberuf: Illustratorin
Im letzten Praktikum ihrer Ausbildung zur Gestalterin wurde Luzia Rink von ihrem Traumberuf gepackt: Illustratorin. Diesem Ziel hat sie schon vieles geopfert, auf dem Weg zu diesem Ziel hat sie aber auch schon viel gelernt. Zum Beispiel ohne soziales Netz aus der Provinz Kreuzlingen in die Grossstadt Berlin ziehen und dort sich einbringen können. Dies ist ihr gelungen. Ausstellungen haben sie auf ihrem Weg bestätigt. Heute lebt Luzia Rink in Zürich und bestreitet ihren Lebensunterhalt mit einem Bürojob. Viel Zeit investiert sie ins Malen und Illustrieren. Erleben Sie mit, wie eine junge Frau die vielen Hürden einer Künstlerinnenlaufbahn in Angriff nimmt.

Presseartikel Tagblatt

Parami Mariann Gertsch Parami Mariann Gertsch, Sommeri

Buddhistin und freischaffende Künstlerin

Authentische Qualität erschaffen
Bereits damit auf die Welt gekommen, ist der Gestaltungsdrang für Parami M. Gertsch bis heute eine unversiegbare Quelle der Kraft. Die Malerei und Bildhauerei sind sowohl Transfer wie Wandlung der Themen, die Parami M. Gertsch beschäftigen. Durch eine hingebungsvolle Beharrlichkeit den Dingen auf den Grund zu gehen, sowohl künstlerisch wie auch durch Studium, Meditation und inspirierende Reisen, gelangte Parami M. Gertsch vor vielen Jahren zum tibetischen Buddhismus. Weil es für sie keine Trennung von innerer Erfahrung und äusserem Ausdruck gibt, entstehen neben freien Farbkompositionen und Formen auch Naturstudien und Buddhaskulpturen.

Vierte Veranstaltungsreihe im Winter 2008/09, organisiert vom ThurgauerFrauenArchiv

Wir haben es gewagt, uns auf den Weg zu machen, Neues zu wagen. Das ist mit Anstrengungen, Enttäuschungen und Erfolg, aber auch oft mit einem hohen persönlichen Preis verbunden.
Rita Süssmuth

Stephanie Zweili Stephanie Zweili, Romanshorn

Musicaldarstellerin

Zwischen Kinderzimmer und Bühne
Eigentlich wollte Stephanie Zweili aus Romanshorn Kindergärtnerin werden, doch dann absolvierte sie die Ausbildung zur Musicaldarstellerin in München. Die Künstlerin wurde bald Mutter und muss ständig den Spagat zwischen Künstlerleben und Alltag schaffen. Erfolge heimste sie ein bei den Oberthurgauer Festspielen, in der Hauptrolle als Dolores in „Sister Act“ in St.Gallen oder bei „Die schwarzen Brüder“ in Schaffhausen. Ist mein Traum mit Mutterpflichten kombinierbar? Was will ich? Was wird von mir erwartet? fragt sich die 26-jährige Thurgauerin immer wieder. Freuen Sie sich auf einen anregenden Abend mit Reminiszenzen und musikalischen Darbietungen von Stephanie Zweili!

Pressebericht Tagblatt

Natascha Verardo Natascha Verardo, Amriswil

Journalistin, Tänzerin

Zwischen Mikrofon und Tanzparkett
Wie bringt man unregelmässige Arbeitszeiten und Turniertanzen auf internationalem Niveau unter einen Hut? Kein leichtes Unterfangen, wenn dabei nichts zu kurz kommen soll! Die Radio- und Fernsehjournalistin Natascha Verardo studiert Publizistik und tanzt leidenschaftlich Boogie-Woogie. Gemeinsam mit ihrem Lebens- und Tanzpartner Heiner Gabele meistert sie die meisten Hürden des Alltags bravourös. Seit Jahren versucht das Paar, den Schweizermeister-Titel zu holen, bis jetzt ohne Erfolg: Drei Mal wurden sie zweite. Doch Natascha Verardo hält an ihrem Ziel fest, genauso wie an ihren beruflichen Ambitionen. Am Abend im Kulturforum wird das Paar Verardo/Gabele das Publikum auch mit Tanzdarbietungen faszinieren.

Pressebericht Tagblatt

Sandra Wild Sandra Wild, St. Gallen

Zivilstandsbeamtin, Sängerin

Zwischen Zivilstandsamt und Showbühne
Schon im Kindergarten fiel Sandra Wilds Musikbegabung auf. Mit den „Singgoofe“ Herisau kam es zur ersten CD-Produktion. Ihr Talent als Solo-Sängerin wurde bei den Miss Teenie Wahlen 1999 entdeckt. Als Mitglied der „A Cup of Blue Bellas“ blieb Sandra Wild aber auch dem Chorgesang treu. Furore machte sie 2007 mit ihren glänzenden Auftritten bei den Sendungen „Music-Star“ des Schweizer Fernsehens. Trotz ihrer Musikbegeisterung hatten aber immer Schule und Beruf Vorrang. Heute arbeitet Sandra Wild auf dem Zivilstandsamt Arbon und unterrichtet an der Musikschule Arbon. Beim Auftritt als „Hürdenläuferin“ wird der „Music-Star“ auch eine Kostprobe aus seinem Repertoire geben.

Dritte Veranstaltungsreihe im Winter 2007/08, organisiert vom ThurgauerFrauenArchiv

Es ist bequemer, einem vorgezeichneten Weg zu folgen, als ihn selbst zu suchen, als selbst zu entscheiden.
Rita Süssmuth

Anja Tobler Anja Tobler, Zürich

Schauspielerin, ausgebildet an der Schauspielschule Zürich

Gute Vorstellung – falsche Vorstellungen
Anja Tobler wuchs in Frauenfeld auf und arbeitet als freischaffende Schauspielerin an verschiedenen Schweizer Theatern und in der freien Theaterszene. Nach der ersten Hürde, der Aufnahmeprüfung an die Schauspielschule Zürich, war das nächste grosse Etappenziel der Einstieg in eine schwierige, unsichere Berufswelt. Was mache ich in drei Monaten? Warum verdiene ich weniger als die Hilfstechniker? Bin ich Handwerkerin oder Künstlerin? Verkaufe ich mich richtig? Will ich mich verkaufen? Wem nützt mein Beruf? Und immer wieder kommt doch die Erkenntnis: Dies ist für mich im Moment das einzig Richtige.

Pressebericht Tagblatt

Susanne Dschulnigg Susanne Dschulnigg, Kreuzlingen

Sekundarlehrerin Sie unterrichtet Allgemeinbildung am Thurgauer Bildungszentrum für Gesundheit

Selbstbewusst anders
Hürden gab und gibt es viele im Leben von Susanne Dschulnigg. In ihrem Referat wird sie den Schwerpunkt nicht auf Karriere-Hürden als Frau setzen, sondern die Hürde „Lesbisch“ ins Zentrum stellen. Vom Coming-out zum Going-public zeigt auf, was es bedeutet, in einer heterosexuellen Welt zur Minderheit der Homosexuellen zu gehören.

Pressebericht Tagblatt

Agnes Burkhalter Agnes Burkhalter, Tobel

Dr. med. Fachärztin für Allgemeinmedizin FMH Seit 1988 im Dialog mit dem Lebenspartner und Mutter von 3 Buben

Beruf und Familie – ich will beides
Karriere und Familie unter einen Hut bringen? Oder anders gefragt: Wie viele Hüte kann sich Frau aufsetzen, ohne die Balance zu verlieren?Ein hochaktuelles Thema, bei dem es um individuelle Pionierarbeit geht. Auch Agnes Burkhalter kennt kein allgemeingültiges Rezept: “ Jedes meiner Ausbildungsjahre war anders und verlangte Initiative und Kompromissbereitschaft. Ich habe alle Hürden genommen und jedes meiner Ziele erreicht! Traumkarriere oder Trugschluss?“